17. OktoberSamstag Mäheinsatz am Sendlfleck Helfende Hände gesucht: Treffpunkt 8:15 Uhr bei der Schutzhütte, danach Erntedank- und Heigerfest. Bitte bis 14. Oktober melden. Mithelfen
Natur- und Kulturlehrpfad

18 Stationen, eine Landschaft.

Zwischen 1996 und 2006 angelegt, von 2014 bis 2017 vollständig neu beschildert. Vom Kindergarten durch Moorwald und Streuwiesen bis zum Schautorfstich.

2,8 km zur Schutzhütte Rundweg 2,0 km · 50 min Start: Kindergarten (P1) Markierung: grüne Punkte
Wegbeschreibung

So läuft der Weg.

Der Lehrpfad beginnt beim Kindergarten Bürmoos und ist durchgehend mit grünen Punkten markiert. Er lässt sich in zwei Etappen gehen — oder als ganze Runde.

Vom Kindergarten zur Schutzhütte

Vom Startpunkt (P1) führt der Pfad aus der Glasbläserpromenade und dem Sport- und Freizeitgelände hinaus zum alten Ziegelteich — heute der Bürmooser See. Danach geht es durch den Moorwald mit Fichten, Föhren, Birken und Latschen, vorbei an Alt- und Totholz und zahlreichen alten Torfstichen.

Die dazwischenliegenden Streuwiesen sind das Herzstück: Besenheide, Sumpf-Drachenwurz, Knabenkräuter, Schwertlilien und Rohrkolben stehen hier — Arten, die andernorts selten geworden sind. Vom Weg aus lassen sie sich gut betrachten.

Der Rundweg im Schutzgebiet

An der Schutzhütte beginnt der eigentliche Moorerlebnis-Rundweg durch das Natur- und Europaschutzgebiet. Hier wird es still. Mit etwas Glück und Geduld zeigen sich je nach Jahreszeit Frösche und Reptilien, Libellen, Schmetterlinge und Wasservögel.

Bei den Schutzhütten steht außerdem eine eigene Tafelgruppe: zum maschinellen Torfabbau im Rodinger Moor, zum Torfstecherbrunnen und dem „Durst der Torfstecher“, ein Wissenstest über das Moor, die Tafel „Gemeinsam Natur erleben“ und die Erinnerung an die Einweihung des Weges am 30. September 2006.

  • Etappe 1Kindergarten (P1) bis Schutzhütte · 2,8 km, etwa 1 Stunde
  • Etappe 2Rundweg im Schutzgebiet · 2,0 km, etwa 50 Minuten
  • Hin und zurückInsgesamt 7,6 km, etwa 3 Stunden. Der Rückweg führt über dieselbe Strecke.
  • MarkierungGrüne Punkte, orange Route auf der Übersichtskarte
  • Stationen18 Schautafeln plus die Tafelgruppe bei den Schutzhütten
  • HöhenmeterPraktisch keine — der Weg verläuft eben
  • KinderwagenDie Hauptstrecke ist befestigt, der Rundweg im Schutzgebiet naturbelassen
  • BegehbarkeitIn der Regel ganzjährig. Das Betreten erfolgt auf eigenes Risiko.
Feste, wasserfeste Schuhe Fernglas lohnt sich Hunde an der Leine Nach Regen nass
Eine der Streuwiesen zwischen Kindergarten und Schutzhütte. Gemäht wird erst im Herbst — und das Schnittgut wird abtransportiert, damit die Fläche mager bleibt.
Rätsel für unterwegs

Wer bin ich?

Fünf Bewohner des Moores beschreiben sich selbst. Je weniger Hinweise Sie brauchen, desto besser. Zum Mitraten am Weg, auch für Kinder.

Rätsel 1 von 5

  1. Ich bin ein Vogel und lebe im Schilf.
  2. Bei Gefahr strecke ich mich senkrecht nach oben und verschwinde zwischen den Halmen.
  3. Mein Ruf klingt wie ein brüllendes Rind. Man nennt mich deshalb auch „Moorochse“.

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Rohrdommel über dem Schilf

Die Rohrdommel

Zu sehen bekommt man sie selten, zu hören schon eher: Ihr Ruf trägt kilometerweit über das Schilf.

Rätsel 2 von 5

  1. Ich bin eine Pflanze, aber ich fange Tiere.
  2. Der Moorboden gibt mir fast keine Nährstoffe, also hole ich sie mir von Insekten.
  3. Meine Blätter tragen klebrige Tröpfchen, die in der Sonne glitzern wie Tau.

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Sonnentau mit klebrigen Tröpfchen

Der Sonnentau

Bleibt ein Insekt an den Tröpfchen hängen, krümmen sich die Tentakel langsam darüber. So holt sich die Pflanze, was der Boden ihr nicht gibt.

Rätsel 3 von 5

  1. Ich lebe im Wasser und an Land.
  2. Im Frühjahr wächst den Männchen ein hoher, gezackter Kamm auf dem Rücken.
  3. Meinetwegen ist das Bürmooser Moor seit 2014 zusätzlich ein eigenes Schutzgebiet.

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Kammmolch im Laichgewässer

Der Kammmolch

Jedes Amphibiengewässer, das der Verein entschlammt oder neu anlegt, hilft auch ihm.

Rätsel 4 von 5

  1. Ich habe keine Beine und liege gern in der Sonne.
  2. Auf meinem Rücken trage ich ein dunkles Zickzackband.
  3. Ich bin scheu und verschwinde, sobald ich Schritte spüre.

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Kreuzotter

Die Kreuzotter

Sie ist giftig und streng geschützt. Meist flieht sie, bevor man sie sieht. Wer sie doch entdeckt: Abstand halten, nie anfassen und nicht mit einem Stock stören.

Rätsel 5 von 5

  1. Ich habe keine Wurzeln und wachse trotzdem immer weiter nach oben.
  2. Unten sterbe ich ab, aber ich verrotte fast nicht.
  3. Ich halte ein Vielfaches meines Gewichts an Wasser. Ohne mich gäbe es kein Moor.

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Torfmoospolster

Das Torfmoos

Aus seinen abgestorbenen Teilen entsteht Schicht um Schicht der Torf, etwa einen Millimeter im Jahr.

Anfahrt

Start und Rast.

  • StartpunktKindergarten Bürmoos (P1) – öffentliche Parkplätze direkt vor Ort
  • AlternativParkplätze hinter dem Gemeindezentrum (P2)

Die Karte mit beiden Parkplätzen, die Regeln im Schutzgebiet und unseren Kontakt finden Sie unter Besuch & Anfahrt.

Die Schutzhütten am Ende der ersten Etappe: Rastplatz für Besucher, Treffpunkt der Arbeitseinsätze — und Standort der großen Tafelgruppe. Hier beginnt der Rundweg durch das Schutzgebiet.
Ein Millimeter im Jahr

Das Moor braucht Zeit. Wir haben sie.

Für zwölf Euro im Jahr werden Sie Teil einer Arbeit, die in Jahrzehnten gerechnet wird – und die schon heute sichtbar ist.