Gegründet am 3. Dezember 1992

Der Verein.

Hervorgegangen aus einer Initiativgruppe, die schon 1983 die naturnahe Renaturierung der abgeernteten Frästorfflächen forderte — und 1984 den einstimmigen Gemeindebeschluss erreichte.

01

Landschaftspflege

Ehrenamtliche Arbeitseinsätze auf rund 105 Hektar Moor- und Waldfläche der Gemeinde Bürmoos – auf Basis des mit der Naturschutzbehörde erstellten Moor-Management-Plans und Wald-Fachplans.

02

Information & Führungen

Laufende Information über die ökologische Bedeutung des EU-Vogelschutz- und Naturschutzgebietes sowie Moorführungen für die breite Öffentlichkeit.

03

Der Torfkurier

Herausgabe der Vereinszeitung, die zweimal im Jahr erscheint und alle Mitglieder über Projekte, Einsätze und Termine auf dem Laufenden hält.

04

Kulturarbeit

Filme, Bücher, Vorträge, Publikationen und Exkursionen – zur Aufrechterhaltung der Tradition von Bürmoos als Glasbläser-, Torfstecher- und Ziegelbrennerort.

„Der Verein ging aus einer Initiativgruppe hervor, die schon 1983 erreichen wollte, dass aus dem abgetorften Feld wieder eine moos- und moorähnliche Landschaft wird.“

Reinhard Kaiser · Obmann
Wie alles anfing

Neun Jahre
vor der Gründung.

Der Verein ist jünger als sein Anliegen. Bevor er 1992 offiziell entstand, hatte eine Initiativgruppe bereits neun Jahre lang Überzeugungsarbeit geleistet — mit Erfolg.

1983

Die Initiativgruppe

Eine Gruppe Bürmooser fordert, die abgeernteten Frästorfflächen im Bürmooser Torffeld möglichst naturnah zu renaturieren — zu einer Zeit, in der der Abbau noch läuft.

1984

Der Gemeindebeschluss

Am 17. Dezember beschließt die Gemeindevertretung einstimmig, die gemeindeeigenen Abbauflächen nach Ende des Torfabbaus wieder in eine „moos- und moorähnliche Landschaft“ zurückzuentwickeln.

1992

Der Grunderwerb

Die Initiativgruppe erreicht, dass die Gemeinde rund 23 Hektar Wald- und Moorfläche im ehemaligen „Wahamoos“ zwischen Bürmooser See und Zehmemoos von der Wohnbaugenossenschaft „Salzburg“ ankauft. Die Flächen werden von Bauland in Grünland umgewidmet.

1992

Die Vereinsgründung

Am 3. Dezember wird der Torferneuerungsverein Bürmoos unter dem Patronat der Gemeinde gegründet — im Stieglgasthaus Pichorner, dem ehemaligen Gasthaus Pföß.

Donnerstag, 3. Dezember 1992, im Stieglgasthaus Pichorner. Von links: Johann Hofbauer, Reinhard Kaiser, Bürgermeister Martin Seeleithner und Ing. Adolf Andreaus.
Wer den Verein führt

Der Vorstand.

Gewählt von der Jahreshauptversammlung, tätig wie alle anderen auch: ehrenamtlich, neben Beruf und Familie.

Obmann-Stellvertreter

Markus Rippl

Unterstützt den Obmann bei der Organisation der Vereinsarbeit und packt bei den gemeinsamen Arbeitseinsätzen tatkräftig mit an.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Obmann-Stellvertreter

Bastian Rakusan

Einer unserer aktivsten Helfer bei der Pflege des Baumbestands. Er übernimmt regelmäßig auch die anspruchsvollen und anstrengenden Arbeiten mit der Motorsäge.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Kassier

Bernhard Schettler

Behält die Finanzen des Vereins im Blick und sorgt dafür, dass Einnahmen und Ausgaben sorgfältig und nachvollziehbar dokumentiert werden.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Kassier-Stellvertreter

DI Herbert Graffer

Unterstützt den Kassier in finanziellen und organisatorischen Belangen und übernimmt bei Bedarf dessen Vertretung. Ebenfalls verantwortlich für die Mitgliederverwaltung.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Schriftführer

Wolfgang Bauer

Dokumentiert Sitzungen und Beschlüsse und sorgt dafür, dass wichtige Entscheidungen und Entwicklungen im Verein festgehalten werden.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Melanie Steinbauer, MSc
Schriftführerin-Stellvertreterin

Melanie Steinbauer, MSc

Unterstützt bei der Schriftführung und bei organisatorischen Aufgaben. Als Biologin bringt sie zudem ihren fachlichen Blick auf Natur- und Artenschutz in die Vereinsarbeit ein.

kontakt@torferneuerungsverein.at

Arbeitseinsätze

Was hier
tatsächlich getan wird.

Rund 65 Mitglieder sind regelmäßig im Einsatz, zusammen etwa 2.500 Stunden im Jahr. Grundlage ist der mit der Naturschutzbehörde erstellte Moor-Management-Plan und der Wald-Fachplan.

Wasser halten

Gräben aufstauen, Tümpel entschlammen, neue Flachgewässer anlegen. Im Herbst 2025 wurden zwölf Amphibiengewässer wieder freigelegt und drei neue Lacken geschaffen.

Offen halten

Streuwiesen spät mähen und das Mähgut abtransportieren. Schilfränder mit dem Balkenmäher freischneiden, aufkommende Gehölze zurücknehmen.

Neophyten zurückdrängen

Mehrere Einsätze pro Sommer gegen das Drüsige Springkraut. Wo seit Jahren gearbeitet wird, geht der Bewuchs deutlich zurück.

Wege und Tafeln

Freischneiden der Pfade, Ausbessern und Streichen der Schautafeln, Gebüsch aus dem Bockerlgleis entfernen, umgestürzte Bäume beseitigen.

Arten schützen

Fledermauskästen aufhängen, vom Biber angenagte Weiden mit Schutzzaun sichern, Schilfhaufen für die Ringelnattern aufschlichten.

Und das Unspektakuläre

Ortssäuberung mit der Gemeinde, Reparatur der Moorraupe, Plakate für die Jahreshauptversammlung. Auch das gehört dazu.

Vieles davon lässt sich nur in einem schmalen Zeitfenster machen — bei Frost, bei Trockenheit oder nach der Brutzeit. Deshalb ist der Kalender im Moor enger, als man denkt.

In Zahlen

Der Verein
in vier Zahlen.

Was sich über die Jahre angesammelt hat — und eine Zahl, die erst ein paar Monate alt ist.

0
ehrenamtliche Arbeitsstunden seit 1983 – rund 2.500 kommen jedes Jahr dazu.
0Hektar
Moor- und Waldfläche der Gemeinde betreut der Verein nach Moor-Management- und Wald-Fachplan.
0
Mitglieder, davon rund 65 aktiv bei Arbeitseinsätzen und in der Kulturarbeit.
0Std.
allein im Jänner 2026 auf dem Eis: die erste tragfähige Frostperiode seit 2009.
Kalender

Termine.

Führungen, Arbeitseinsätze und der Tag der Natur. Kurzfristige Termine kündigen wir unter „Aktuelles“ und im Torfkurier an.

26
November

Jahreshauptversammlung 2026

Tätigkeitsbericht, Kassabericht, Neuwahlen und Ausblick — traditionell mit Musik und Jause.

19:00 Gemeindezentrum Bürmoos

In meinen Kalender
Mitglied werden
lfd.
ganzjährig

Arbeitseinsätze im Moor

Rund 65 aktive Mitglieder, etwa 2.500 Stunden im Jahr: Grabenaufstau, Gehölzpflege, Mahd der Streuwiesen, Instandhaltung der Wege und Schautafeln.

Mitmachen
Ein Millimeter im Jahr

Das Moor braucht Zeit. Wir haben sie.

Für zwölf Euro im Jahr werden Sie Teil einer Arbeit, die in Jahrzehnten gerechnet wird – und die schon heute sichtbar ist.