Der frostige Start ins Jahr 2026 hat uns im Bürmooser Moor eine ganz besondere Gelegenheit beschert: Das erste Mal seit 2009 sind unsere Gewässer, von den aufgestauten Gräben bis hin zu den stillen Weihern, so massiv und tragfähig zugefroren, dass wir eine intensive Pflegeoffensive starten konnten.
102 Stunden ehrenamtlicher Einsatz auf dem Eis
In den vergangenen drei Wochen haben unsere freiwilligen Helfer die Gunst der Stunde genutzt. Wo man im Sommer nur mit Booten oder Wathosen vorankommt, bot das dicke Eis nun eine sichere Arbeitsplattform.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
- Über 100 Arbeitsstunden: Insgesamt 102 Stunden investierten unsere Mitglieder ehrenamtlich in die Natur.
- Übererfüllung des Pflegeplans: Wir konnten deutlich mehr Gewässerflächen bearbeiten, als es der offizielle Pflegevertrag mit dem Land vorsieht.
- Freie Wasserflächen: Bis zu 3 Meter hohes Schilf wurde gemäht und störendes Totholz (umgebrochene Bäume und Stauden) entfernt.
Drei kleinere Gewässer stehen noch auf der Liste und werden in den kommenden Tagen finalisiert.
Naturschutz, der Wärme spendet
Die Pflege ist kein Selbstzweck. Das entfernte Schilf wurde an den Ufern zu großen Haufen aufgeschlichtet – und das hat einen faszinierenden biologischen Hintergrund: Wie in einem Komposthaufen entsteht im Inneren dieser Schilfstöcke durch Verrottungsprozesse natürliche Wärme. Diese Plätze sind lebensnotwendige Brutstätten für unsere Ringelnattern, die dort im Frühjahr bevorzugt ihre Eier ablegen.
Warum diese Arbeit so wichtig ist
Ohne diese periodischen Eingriffe würden unsere ökologisch wertvollen Amphibiengewässer über kurz oder lang verlanden. Durch die Mahd sichern wir den Lebensraum für Frösche, Molche und seltene Reptilien und erhalten die biologische Vielfalt im Bürmooser Moor.
Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, die bei klirrender Kälte angepackt haben!
Euer Torferneuerungsverein
